WordPress bringt von Haus aus einen guten und ein­fa­chen Mecha­nis­mus mit um sich selbst, instal­lier­te Plugins, The­mes und Spra­chen zu aktua­li­sie­ren.

Muss ich Profi sein, um Aktualisierungen durchzuführen?

Jain, die­se Fra­ge lässt sich nicht pau­schal beant­wor­ten und hängt immer von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Ein paar – aus mei­ner Sicht wich­ti­ge – möch­te ich hier vor­stel­len. Gene­rell kann ich aus Erfah­rung sagen, dass Aktua­li­sie­run­gen bei WordPress meist unpro­ble­ma­tisch sind und man sich nicht davor scheu­en braucht. Ich betrei­be mei­nen Blog jetzt seit eini­gen Jah­ren und habe bis­her immer ohne Pro­ble­me die ver­wen­de­ten Plugins und The­mes aktua­li­sie­ren kön­nen.

Den­noch soll­te man auf ein paar Din­ge ach­ten.

Faktor 1: Eigene Anpassungen

Der wohl wich­tigs­te Fak­tor sind eige­ne Anpas­sun­gen, in Form eige­ner Plugins und ins­be­son­de­re eige­ner The­mes.

Je nach­dem wie stark man die Stan­dard­funk­tio­na­li­tät von WordPress ver­bo­gen hat, kann eine Aktua­li­sie­rung ein Risi­ko sein. Hier ist es wich­tig, nach der Aktua­li­sie­rung alle Funk­tio­na­li­tä­ten genau zu prü­fen.

Faktor 2: Die Version

Ent­wick­ler ver­wen­den oft­mals Ver­si­ons­num­mern, die aus drei durch einen Punkt getrenn­te Zah­len bestehen, z.B. 3.8.1. Grob gesagt, bedeu­ten die Zah­len fol­gen­des:

  • Die ers­te Zahl (3)
    Ist die Haupt­ver­si­on der Kom­po­nen­te und ändert sich in der Regel nur, wenn wirk­lich bedeu­ten­de oder gro­ße Ände­run­gen am Pro­dukt (meist im Kern) statt­ge­fun­den haben. Man­che Her­stel­ler ändern die­se Zahl auch nur aus Mar­ke­ting­zwe­cken.
    Gefahr: Ändert sich die­se Zahl, dann soll­te man bei der Aktua­li­sie­rung vor­sich­tig sein, da hier sehr wahr­schein­lich grund­le­gen­de Eigen­schaf­ten geän­dert wur­den.
  • Die zwei­te Zahl (8)
    Ändert sich in der Regel, wenn sich im Pro­dukt ein­zel­ne Fea­tures oder Schnitt­stel­len geän­dert haben. Die Ände­run­gen sind in der Regel über­schau­bar.
    Gefahr: Durch die hohe Sta­bi­li­tät von WordPress besteht hier in der Regel wenig Gefahr.
  • Die drit­te Zahl (1)
    Dient in der Regel ledig­lich, um Feh­ler­be­he­bun­gen zu mar­kie­ren. Hier soll­ten nor­ma­ler­wei­se kei­ne Ände­run­gen an Fea­tures oder Schnitt­stel­len usw. statt­ge­fun­den haben. Ändert sich die­se Zahl ist eine Aktua­li­sie­rung in der Regel ohne Pro­ble­me mög­lich.

Etwas genau­er kann man das in der Wiki­pe­dia nach­le­sen.

Faktor 3: WordPress, Plugin, Theme oder Sprache aktualisieren

Wie bereits ein­gangs erwähnt gibt es in WordPress drei ver­schie­de­ne Kom­po­nen­ten die aktua­li­siert wer­den kön­nen:

  • WordPress
    Gibt es Aktua­li­sie­run­gen für WordPress soll­te man etwas genau­er hin­schau­en. Updates für Feh­ler (die letz­te Zahl) sind meist unpro­ble­ma­tisch und kön­nen ohne wei­te­res durch­ge­führt wer­den. Bei grö­ße­ren Aktua­li­sie­run­gen (die zwei­te Zahl) soll­te man auf­pas­sen. Hier gilt in der Regel: Ver­wen­det man weni­ge und belieb­te Plugins, sowie kei­ne beson­de­ren The­mes, dann sind Aktua­li­sie­run­gen im Nor­mal­fall unpro­ble­ma­tisch.
  • Plugins
    Nor­ma­ler­wei­se kann man Plugins ohne Pro­ble­me aktua­li­sie­ren. Ledig­lich bei grö­ße­ren Ver­si­ons­sprün­gen soll­te man auf­pas­sen.
  • The­mes
    Die­se sind in der Regel ohne Pro­ble­me aktua­li­sier­bar.
  • Spra­che
    Hat man hier kei­ne eige­nen Ände­run­gen vor­ge­nom­men, soll­te das kein Pro­blem dar­stel­len.

Faktor 4: Weniger ist mehr

Lie­ber weni­ger Plugins instal­lie­ren und auf eine Funk­tio­na­li­tät ver­zich­ten, als für jeden erdenk­li­chen Fall etwas zu haben. Je mehr Plugins man instal­liert hat, des­to grö­ßer ist die Gefahr, dass eins nicht mehr vom Autor gepflegt und mit einer neue­ren WordPress kom­pa­ti­bel ist.

Wann sind Aktualisierungen verfügbar?

Am ein­fachs­ten erkennt man, ob Aktua­li­sie­run­gen ver­füg­bar sind, wenn im Admin­be­reich in der obe­ren Leis­te das Aktua­li­sie­rungs­sym­bol mit einer klei­nen Zahl für die Anzahl der ver­füg­ba­ren Aktua­li­sie­run­gen ange­zeigt wird.

Wenn man dort klickt, gelangt man auf die Aktua­li­sie­rungs­sei­te.

Vorbereitung

  1. Bevor man aktua­li­siert, soll­te man immer eine Siche­rung anle­gen.
  2. Test auf einem Test­sys­tem. Tritt hier ein Feh­ler auf, dann ist es nicht so pro­ble­ma­tisch und gleich für die gan­ze Öffent­lich­keit sicht­bar.

Aktualisieren

Die Aktua­li­sie­rungs­sei­te trennt die Kom­po­nen­ten WordPress, Plugins, The­mes und Über­set­zun­gen in ein­zel­ne Berei­che.

Jetzt kann man ent­we­der alles ein­zeln aktua­li­sie­ren oder zumin­dest Block­wei­se die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten, z.B. Plugins.

Am schnells­ten und ein­fachs­ten ist es, wenn bei­spiels­wei­se alle Plugins gleich­zei­tig aktua­li­siert, dazu:

  1. Klickt man bei Plugins “Alle aus­wäh­len”
  2. Und dann “Plugins aktua­li­sie­ren”
  3. Im nächs­ten Dia­log muss man bei man­chen Instal­la­tio­nen noch die FTP-Zugangs­da­ten ein­ge­ben:
  4. Wäh­rend der Aktua­li­sie­rung wird WordPress für einen kur­zen Moment in den War­tungs­mo­dus geschal­tet. Am Ende der Aktua­li­sie­rung ist die Sei­te wie­der ganz nor­mal und hof­fent­lich ohne Feh­ler ver­füg­bar:

Nach der Aktualisierung

Sobald die Aktua­li­sie­rung fer­tig ist, soll­te man einen kur­zen Funk­ti­ons­test der Sei­te machen um Sicher­zu­stel­len, dass auch noch alles wie erwar­tet funk­tio­niert.

Was man alles tes­ten soll­te, hängt vom Funk­ti­ons­um­fang der Sei­te und den aktua­li­sier­ten Kom­po­nen­ten ab. Fol­gen­de Hin­wei­se sol­len dabei hel­fen:

  • Die Sei­te ein­mal grob durch­kli­cken und das Design und Lay­out auf Kor­rekt­heit prü­fen,
  • Prü­fen, ob Kom­men­ta­re und Kon­takt­for­mu­la­re noch funk­tio­nie­ren,
  • Sons­ti­ge spe­zi­el­le Funk­tio­nie­ren, wie Umfra­gen, Kalen­der, Twit­ter-Inte­gra­tio­nen usw. prü­fen.

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